Freie evangelische Gemeinde Münster
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Hier finden Sie als Auzug aus dem Gemeindebrief die Rubrik "Angedacht", das kann eine gekürzte Predigt oder Gedanken von verschiedenen Personen unserer Gemeinde sein.

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Angedacht.
.Februar 2012
Allianz-Gebetswoche: Fortsetzung muss folgen! - Gemeindebrief Februar 2012
Die diesjährige Allianz- Gebetswoche ist schon ein bisschen vorbei. Wie sie in Münster gelaufen ist, entzieht sich meiner genauen Kenntnis - umso freundlicher kann ich darüber schreiben. Ich schätze, dass sich in den letzten Jahren oder vielleicht auch Jahrzehnten nicht viel am Ablauf geändert hat.
Sie beginnt mit einem Kanzeltausch am Sonntag der zweiten Januarwoche. Und dann trifft man sich die ganze Woche lang jeden Abend in einer anderen zur Allianz gehörenden Gemeinde zu gottesdienstähnlichen Gebetsstunden und nutzt mehr oder weniger das Material, das von der Deutschen Evangelischen Allianz für diese Woche herausgegeben wurde. So habe ich zu meiner Zeit die Kirche der Baptisten, die Matthäuskirche und andere kennen gelernt. So oder so ähnlich läuft es auch bei uns in Lüdenscheid, nur dass in den letzten Jahren Veranstaltungen für besondere Zielgruppen dazu gekommen sind. Und nach dieser Woche ist man heilfroh, dass jetzt wieder das vertraute Gemeindeleben beginnt und man nicht jeden Abend woanders hin muss.
Ich will mich meinem Thema noch von einer anderen Seite nähern: Wir hatten bei uns eine Gemeindeberatung, in deren Verlauf auch die wichtigsten Aktivitäten bewertet werden sollten. Da bot sich als erprobte Methode der ganzheitlichen Bewertung das Punktekleben an, das den meisten von uns sicher vertraut ist. Und - was uns gar nicht wundern kann - die meisten Punkte erhielt das Beten. Wer jetzt hoffte, dass unsere wöchentliche Gebetsstunde wegen Überfüllung geschlossen werden müsste, sah sich getäuscht. Es kamen auch weiterhin nur die paar bestens bekannten langjährigen Teilnehmer.
Wie ganz anders die ersten Christen, die uns am Anfang der Apostelgeschichte vorgestellt werden.
Da heißt es „sie blieben … beständig“, und wir haben allen Grund anzunehmen, dass sie sich täglich trafen. Warum? Weil sie einen Riesenbedarf hatten, Bedarf an allem. Und so hielten sie ihrem Herrn die geöffneten Hände hin und baten ihn, sie zu füllen. Und der Herr gab ihnen das Lebensnotwendige. Dafür dankten sie ihm, lobten ihn, schütteten ihm ihre Herzen aus - und hatten so das ganze Jahr über 52 wunderbare Gebetswochen. Wen wundert’s, dass die Gemeinde blühte?!
Ich bin mir ganz sicher: Was wir brauchen, ist dieses Gebet, das Paulus seinen Ephesern empfiehlt: Betet allezeit mit Bitten und Flehen (Eph. 6, 18). Wir bitten nicht, weil wir nicht so bedürftig sind, weil wir noch viel zu viel selber können (oder zu können meinen).
Unter den regelmäßigen Veranstaltungen steht im Gemeindebrief noch ein einziger Gebetskreis, montags um 17.45 Uhr. Vor ein paar Jahren, meine ich, wären es noch mehr gewesen. Es wäre hässlich von mir, jetzt zu fragen, ob dieser übrig gebliebene Gebetskreis wenigstens im größten Wohnzimmer des ganzen Münsterlandes stattfindet. Aber es ist ja klar geworden, worauf ich hinaus will: Was wir brauchen, ist das Beten ohne Unterlass. Die Zeiten werden für uns Christen ja nicht leichter. Der Wind, der uns um die Nase weht, ist oft schon ganz gehörig scharf. Die gesellschaftlichen Trends sind gegen uns. Umso mehr brauchen wir das Gebet. Also: Fortsetzung muss folgen!
In alter Verbundenheit!
Karl Grünberg
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