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| Angedacht. |
.Oktober 2008 |
| Ich bin dann mal weg! - Gemeindebrief Oktober 2008 |
Hin und wieder ist es ja ganz
sinnvoll, sich mal etwas Neues
anzuschaffen. Wenn es
dann auch noch einen bestimmten
Zweck erfüllen
kann - umso besser. Der Geburtstag
eines jüngeren Familienmitgliedes
schien besonders
geeignet, und so wurde
es angeschafft: Ein Aquarium!
Aufgrund von Platzproblemen
entschieden wir uns für
einen sogenannten Nano-
Cube. Ein ziemlich kleines,
quadratisches Behältnis mit
gerade mal 10 l Fassungsvermögen.
Mit der Aussicht
auf bunte Fischwelten in unseren
eigenen vier Wänden
suchten wir das nächste
Fachgeschäft auf, um unser
Aquarium auch sachgerecht
einzurichten. Und dann die
erste Ernüchterung! Fische
dürften in einem so kleinen
Raum leider nicht gehalten
werden. Einzig Garnelen und
Krebse kämen in Frage.
Klang nicht ganz so aufregend.
Erinnerte eher an den
letzten Urlaub an der Nordsee.
Aber warum eigentlich nicht? Hat schließlich auch
nicht jeder! |
Ab sofort hegten und pflegten
wir unser Miniaquarium so
gut wir es als „Neuaquarianer“
eben konnten. Einiges
mussten wir erst lernen, einiges
ging auch schief (von 10
Garnelen gibt es jetzt nur
noch 6!). Und doch war es
einfach schön und beruhigend,
auch diese Art von Lebewesen
zu begleiten, ihre
Angewohnheiten kennen zu
lernen.
Dann der Schock! Eines Morgens
verkündeten die Kinder,
statt der zwei Krebse nur
noch einen gesichtet zu haben!
Völlig unmöglich. „Der
hat sich sicherlich irgendwo
versteckt“, lautete unsere
Antwort. Nach zwei Tagen
ohne weiteres Lebenszeichen
allerdings kamen auch uns
Zweifel an dieser Theorie. Wo
konnte er nur stecken? In
diesem kleinen Behältnis
musste er doch einfach zu
finden sein. Er war doch wohl
nicht etwa... ? Eine Suchaktion
rund ums Aquarium wurde gestartet. |
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Und tatsächlich!
Bis unters Bett hatte
er es noch geschafft. Dann
aber hatte es für ihn kein
Zurück mehr gegeben...
Am nächsten Tag unterhielten
wir uns darüber und
stellten uns so einige Fragen.
Was z.B. hatte den kleinen
Krebs dazu bewogen, sein
sicheres Terrain zu verlassen?
War es Neugier, Abenteuerlust
auf die Welt da
draußen jenseits der Scheiben?
Oder fühlte er sich einfach
nicht heimisch, nicht
mehr wohl in seiner Umgebung?
Eine Parallele fiel uns auf:
Kennen wir ähnliche Lebenssituationen
von uns oder anderen?
Wo die Neugier uns
treibt und wir nicht mehr
fragen nach Dem, der uns
doch alles gibt was wir zum
Leben brauchen? Wo die Gefahr
droht, sicheres (Glaubens)
terrain zu verlassen.
Und noch etwas fällt auf: |
Das
Verschwinden des kleinen
Tieres wurde von uns zwar bemerkt - doch leider zu
spät, wie sich herausstellte.
Wie steht es mit uns? Bemerken
wir noch die Leute, die
auf einmal (oder schon länger)
nicht mehr zum Gottesdienst
kommen, nicht mehr
zum Hauskreis? Haben wir
Ihre Lebenssituationen noch
im Blick? Suchen wir nach
Ihnen und gehen Ihnen nach?
Vielleicht brauchen gerade
Sie im Moment unsere Hilfe,
unsere Aufmerksamkeit, unsere
Beachtung. Die Hintergründe
können vielfältig sein.
Schön und hilfreich zugleich,
dass wir auch hierzu eine
Stellungnahme der Bibel finden:
In Hebräer 10, 23 + 24 lesen
wir unter anderem: „Lasst
uns festhalten am Bekenntnis
der Hoffnung … und lasst
uns aufeinander acht geben,
...“.
Solch ein Verhalten wird
nicht ohne Folgen bleiben. Da
können wir sicher sein!
Ingo Awiszus |
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