Freie evangelische Gemeinde Münster
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Hier finden Sie als Auzug aus dem Gemeindebrief die Rubrik "Angedacht", das kann eine gekürzte Predigt oder Gedanken von verschiedenen Personen unserer Gemeinde sein.

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Angedacht.
.Februar 2010
Ihr seid das Salz der Erde - Gemeindebrief Februar 2010
Der Pfarrer einer hiesigen Gemeinde erzählte in einer Predigt folgende Geschichte: Als am Himmelfahrtstag Jesus im Himmel ankam, hatten die Engel ein Spalier gebildet. Es war totenstill; die Engel verneigten sich ehrfurchtsvoll vor dem Erlöser, und Jesus schritt in Begleitung des Erzengels Michael die schier endlose Reihe der Engel ab. Als sie am Ende waren, wandte sich der Erzengel Michael an Jesus und fragte: „Und wie soll es nun weiter gehen auf der Erde?“ Darauf wies Jesus nach unten. Der Erzengel folgte seinem Blick und sah die Jünger, die mit offenen Mündern da standen und natürlich nicht sehen konnten, was sich im Himmel abspielte.
Michael sah Petrus, der so viel mehr versprach als er zu halten vermochte; er sah die Donnersöhne, Jakobus und Johannes, die, ungeduldig mit ihren Mitmenschen, gleich Feuer vom Himmel regnen lassen wollten, er sah den Zweifler Thomas und Philippus, der auf jeder Leitung stand, die er im Umkreis fand.
Der Erzengel sah die Jünger und dann wandte er seinen Blick zu Jesus. In seinen Augen stand der Zweifel, und er fragte: „Herr, ich weiß, dass dir kein Ding unmöglich ist - aber wie ist Plan B?“
Da lächelt Jesus seinen Erzengel an und antwortet: „Es gibt keinen Plan B!“
Man kann über die Geschichte schmunzeln, aber Jesus meint es ernst: Es gibt keinen Plan B! Mit uns Menschen will er seine Gemeinde auf dieser Erde bauen.
Mir ist diese kleine Geschichte nicht aus dem Kopf gegangen. Jesus will mit dir und mir Menschen einladen, wieder in ein intaktes Verhältnis zu seinem Vater zu kommen. Dazu ist er gestorben; er hat alles dafür getan, die Erlösung ist vollständig. Nun braucht es Menschen, die bekannt machen, was Jesus für uns getan hat; er braucht Zeugen - und er will uns dazu gebrauchen. Er braucht Menschen, die den Mund aufmachen, die von Ihm reden und - bei allen Fehlschlägen und

Verfehlungen - ihr Leben nach diesem Erlöser ausrichten!
Jesus will uns dazu gebrauchen, dass Menschen wieder zurück finden zu Ihm. Er hat uns unter anderem dazu mit seinem Heiligen Geist beschenkt, damit wir glaubhaft von Ihm reden. Jesus bekennt sich zu uns - bekennen wir uns zu Jesus?
Auf dem Gemeindetag im vergangenen Jahr bei uns in Linz stellte der Referent die Zuhörer vor folgende Frage: Wenn unsere Gemeinden - aus welchem Grund auch immer - schließen würden, würde das eigentlich bemerkt? Würde außerhalb unserer Gemeinde, unserer Mitglieder oder der Teilnehmer an unseren Veranstaltungen irgend jemand es bedauern, dass es diese Gemeinde nicht mehr gibt?
Würden wir eine Lücke hinterlassen, die schmerzt und die so nicht wieder gefüllt werden könnte?
Ich weiß, dass manche von euch einen weiten Weg auf sich nehmen, um zur Gemeinde zu kommen und an den Veranstaltungen teil zu nehmen. Manche kommen aus Warendorf, manche aus Ahlen, andere aus Greven. Und da wir ehemals in Sendenhorst gewohnt haben, weiß ich, dass das mit Aufwand verbunden ist. Aber wenn die FeG Münster ihre Pforten schließen würde, würde das jemand in der Toppheide bedauern? Glaubt Ihr, dass die FeG Münster in den Gesprächen der Menschen in der Toppheide vorkommt? Würden wir wirklich jemandem außerhalb unserer eigenen Reihen fehlen? Damit stellt sich die Frage, wie auffällig unauffällig wir eigentlich sind.
Aber weil es bei Jesus keinen „Plan B“ gibt, bleibt der Auftrag, zu unseren Mitmenschen zu gehen und ihnen in Wort und Tat das Evangelium zu bringen, an uns hängen. Und unser Herr hat jeden von uns dazu begabt

und auf seine spezifische Weise ausgerüstet, so wie sie kein zweiter hat!
Der Redner am oben erwähnten Gemeindetag hat uns übrigens auch deutlich gemacht, dass wir nicht nur von Jesus zu reden haben, sondern dass sich unser Glaube im täglichen Miteinander zu bewähren hat, und er meinte damit, dass wir als Christen eine soziale Verantwortung haben. In einer Zeit der zunehmenden sozialen Kälte, der steigenden Arbeitslosenzahlen und der
inneren und äußeren Orientierungslosigkeit sind wir mehr gefragt denn je!
Es bleibt bei „Plan A“! Bitten wir Jesus, uns neu zu zeigen, wo er uns gebrauchen will, welche Menschen er durch uns erreichen will, bitten wir ihn neu um Sensibilität und Phantasie, um Liebe und Geduld und Augen, die sehen, wie Jesus sieht.
Von einem, der mit dem Thema noch nicht fertig ist.
Christoph Becker
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