Freie evangelische Gemeinde Münster
Gemeinde Online
Hier finden Sie als Auzug aus dem Gemeindebrief die Rubrik "Angedacht", das kann eine gekürzte Predigt oder Gedanken von verschiedenen Personen unserer Gemeinde sein.

Alte Andachten finden Sie im [Andachtsarchiv]
Auswahl
Startseite
Über uns
Gemeindeleitung
Angebote
Gruppen/Kreise
Angedacht
Kontakt
Bilder
Predigten
Anfahrt
Links
Impressum
FeG Intern
 
 
Angedacht.
.Juni 2009
Wer die Wahl hat, hat die Qual? - Gemeindebrief Juni 2009
Wir haben die Wahl in diesem Jahr - und das nicht nur einmal. An gleich drei Terminen sind wir 2009 aufgerufen, unser Kreuz zu setzen: Am 7. Juni bei der Europawahl, am 30. August bei der Kommunalwahl und schließlich am Tag der Rückkehr von der Gemeindefreizeit am 27. September anlässlich der Bundestagswahl.

Wer die Wahl hat, hat die Qual?

Wenn ich die Stimmung in unserem Land richtig einschätze, dann setzt unsere Gesellschaft hinter die Überschrift ein dickes Ausrufezeichen: „Egal, wen ich wähle - es wird doch zur Qual, was die Politiker da verzapfen und was wir dann ausbaden müssen.“

Danken statt schimpfen

Ich bin überrascht und erschrocken, mit welcher Selbstgerechtigkeit die Medien Fehler von Politikern aufzudecken versuchen, um dann über sie herzufallen -
und unsere Gesellschaft stimmt in dieses Lied gerne mit ein. Futterneid macht sich breit, wenn Diäten erhöht werden - und man blendet völlig aus, dass Politiker nicht selten ihre Wochenenden opfern müssen und sehr viel besser verdienen würden, arbeiteten sie in der freien Wirtschaft. Gleichzeitig bin ich überrascht, wie viele Politiker doch sehr vernünftige Ansichten vertreten, obwohl sie sich in ihrer Arbeit gar nicht unbedingt Gott gegenüber verantwortlich wissen.

Da gibt es doch auch sehr besonnene und weise Frauen und Männer! Verglichen mit dem selbstsüchtigen und boshaften Nero, der als römischer Kaiser amtierte, als Paulus die Christen in Rom zum Gehorsam gegenüber dem Staat aufrief (Römer 13, 1-7), können wir uns allemal glücklich schätzen - und Gott danken für viele verantwortungsvolle und fleißige Politiker.„Danken für alle Menschen …, insbesondere für die Regierenden“ (1. Timotheus 2, 1) - kommt das in unseren Gebeten vor?

Ehren statt verlachen

„Das Ansehen der Politiker ist so schlecht wie noch nie“, titelte Welt online vor einiger Zeit und fuhr fort: „Nur sechs Prozent der Bevölkerung haben besondere Achtung vor Berufspolitikern. Unbeliebter sind nur die Buchhändler.“ Gehören wir zu den sechs Prozent? Das sollten wir! „Gebt Ehre, dem die Ehre gebührt“, schreibt Paulus (Römer 13, 7), als er von den Pflichten der Christen gegenüber dem Staat und seinen Verantwortlichen schreibt. „Ehret den König“, ergänzt Petrus (1. Petrus 2, 17), wie übrigens jeden anderen Menschen auch - so der Anfang des Verses. Wer diese Sätze beherzigt, der darf und soll Kritik an Politikern üben, aber nicht in den Chor der Besserwisser mit einstimmen, die nahezu jeden Vertreter unseres Volkes mit Spott und Häme überschütten.

Beten statt resignieren

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sehen manche Stimmungsmacher den sozialen Frieden in unserem Land gefährdet und prognostizieren Unruhen. Haben wir eigentlich vergessen, dass ein friedliches und ruhiges Leben ganz entscheidend auch davon abhängt, ob wir für unsere Politiker beten?! Wie schreibt Paulus an Timotheus? „Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde auffordere, ist das Gebet. Es ist unsere Aufgabe, mit Bitten, Flehen und Danken für alle Menschen einzutreten, insbesondere für die Regierenden und alle, die eine hohe Stellung einnehmen, damit wir ungestört und in Frieden ein Leben führen können, das Gott in jeder Hinsicht ehrt“ (1. Timotheus 2, 1-2). Für den sozialen Frieden in unserem Land tragen wir eine Mitverantwortung eben auch dadurch, dass wir für Regierende bitten!

Mitbestimmen statt boykottieren

Nun ist eine Demokratie sicherlich nicht die einzige Staatsform, die ein friedliches Leben ermöglichen kann. Aber sie ist aus meiner Sicht eine sehr gute, gibt sie uns Christen doch die Möglichkeit, Werte und Ziele von Parteien anhand der Bibel zu prüfen und Einfluss darauf zu nehmen, welche Werte und Ziele in unserem Land gestärkt werden sollen.
Wir haben in diesem Jahr die Chance mitzubestimmen, ob zum Beispiel solche Parteien in unserem Land ihren Einfluss vergrößern können, die ungeborene Kinder zu Freiwild erklären oder aber solche, die deren Leben schützen wollen.

Mir scheint, dass wir auch durch unser Kreuz auf dem Wahlzettel hier eine Verantwortung für unser Land tragen.

Thilo Hecker
Impressum | Kontakt | Startseite
Programmierung & Design by Michael Kiesling 2003
Verantwortlich für technische Funktion Thomas Klein