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Angedacht.
.Aug. 2007
Biblische Einsichten über das Spenden - Gemeindebrief Aug. 2007
(gewonnen anhand dessen, was der Apostel Paulus zur Spendenaktion für die Christen im von Hunger geplagten Jerusalem schreibt, nachzulesen in 1. Kor. 16, 1-4 sowie 2. Kor. 8 u. 9)
Die folgenden Sätze mögen ganz vorn im Gemeindebrief, wo man geistliche Leitgedanken erwartet, überraschen. Warum aber sollten sie sich nicht eignen als biblischer Gruß, der zur Glaubensorientierung dient? So jedenfalls ist es gemeint. Wer an der letzten Gemeindeversammlung am 15. Juni teilnahm, dem kommen diese Gedanken sehr bekannt vor. Auf mehrfachen Wunsch finden sie sich nun hier im Gemeindebrief. Der Herr segne uns beim Lesen und Leben!
Jan Hoekstra
Jeder gibt
1. Kor. 16, 2: „… Jeder von euch lege etwas beiseite …”.
Das Einkommen der Gläubigen in Korinth war höchst unterschiedlich, die Beiträge entsprechend auch. In einem aber sind alle gleich: jeder beteiligt sich. Dies ist ein Ausdruck umfassender geistlicher Gemeinschaft: Gemeinschaft der Gebenden miteinander und Gemeinschaft der Gebenden mit denen, denen es zugute kommt.
Jeder gibt regelmäßig
1. Kor. 16, 2: „An jedem ersten Wochentag (Sonntag) lege jeder etwas zurück …”.
Das Geben für Gott ist eine heilige Gewohnheit. Es geschieht regelmäßig und nicht nur, wenn man sich großzügig fühlt oder eine besondere Führung dazu verspürt.
Jeder gibt, wie es ihm möglich ist
1. Kor. 16, 2; 2. Kor. 9, 7: „… Jeder sammle, je nachdem er Gedeihen hat …”. „Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat ...”.
Das NT kennt keinen erforderlichen Betrag oder Prozentsatz, der ans Werk des Herrn abgegeben werden musste. Wie viel jemand gibt, ist nicht in sein Belieben, aber in seine Verantwortung gegenüber Christus und der Gemeinde gestellt.
Jeder gibt freiwillig und gern
2. Kor. 9, 7: „Jeder entscheide für sich selbst, wie viel er geben will, nicht widerwillig, mit Bedauern, Seufzen oder in Sorge, auch nicht verdrossen oder gezwungen ...”.
Christen sollen nicht aufgrund von Forderungen anderer geben oder aus Pflichtgefühl, sondern frei und willig. Solches Geben kommt aus einer Herzenshaltung der Glaubensheiterkeit.
Jedem, der gern gibt, bestätigt Gott: Ich habe dich lieb!
2. Kor. 9, 7: „…Gott liebt den, der fröhlich gibt.”
Die Freude des Gebens und die Gewissheit, von Gott geliebt zu sein, treten wie zwei Geschwister auf.
Wer spärlich gibt, obwohl er mehr könnte, spart an der falschen Stelle
2. Kor. 9, 6: „Wer wenig sät, der wird auch wenig ernten.”
Wer Gott gegenüber knausert, macht sich damit ärmer und bringt sich um viel Segen, der für ihn bereit läge.
Eifriges und begeistertes Geben steckt an
2. Kor. 9, 2: „… euer Eifer hat viele angespornt.”
Das weite Herz der einen benutzt Gott, um andere zu ermutigen oder gar aus ihrer Engherzigkeit zu befreien.
Geben zu können ist als Vorrecht zu betrachten
2. Kor. 8, 4: „Die Christen in Mazedonien baten uns mit vielem Zureden um die Gnade und die Beteiligung am Dienst für die Heiligen.”
Also nicht nach der Devise: „Ich muss mitmachen!” sondern: „Hurra, ich darf dabei sein, dem Herrn sei Dank!”
Geben ist Ausdruck der Hingabe
2. Kor. 8,6. „Sich selbst haben die mazedonischen Christen hingegeben, zuerst dem Herrn und dann auch uns, durch den Willen Gottes.”
Geben ist nicht ein notgedrungenes Abgebenmüssen, sondern ein sich Schenken aus Liebe zu Gott und Menschen.
Großzügiges Geben ehrt Gott
2. Kor. 8,19: „… das Werk dieser Gnade wird besorgt zur Herrlichkeit des Herrn …”.
Menschen darf man ruhig danken, doch alle Ehre gehört Gott - „Soli Deo Gloria!”
Euer Jan Hoekstra


P.S.: Der aktuelle Schuldenstand der Gemeinde beträgt ca. 600.000 EUR!
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